Bedeutung von Vitaminen und Mineralien im Sport

Veröffentlicht auf von Martin Müller

Die sportliche Aktivität wird im wesentlichen durch zwei Komponenten geprägt - die Sauerstoffverwertung und den Abbau von Schlackenstoffen. Beide sind abhängig vom Trainingszustand aber auch von der Nährstoffversorgung.

Leistungssport ist immer einhergehend mit starkem oxitativen Stress. Das bedeutet, dass während extremer sportlicher Aktivitäten freie Radikale entstehen die der Organismus nicht alle unschädlich machen kann. Neben einer Übersäuerung kommt es dann zu einer radikalischen Belastung, deren Auswirkungen sich im Ausdauersport häufig durch die folgenden Symptome äußert:

  • verstärktes Schmerzempfinden
  • Neigung zu Infekten
  • allergische Reaktionen
  • entzündlichen Reaktionen von Gewebe, Gelenkkapseln und Bändern
  • erhöhte Verletzungsanfälligkeit der Muskeln

Bei intensivem Training steigt der Sauerstoffverbrauch der Muskelfasern bis auf das 100- bis 200-fache des Normwertes an. Dies führt zu einem enormen Anstieg von freien Radikalen. Normalerweise sind die Muskeln gegen diesen oxitativen Stress gewappnet. Sind allerdings aufgrund von intensiven Trainingseinheiten die Muskelglykogenvorrate (Kohlenhydratspeicher der Muskulatur) erschöpft werden die Muskeln besonders anfällig.

Durch eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, den sogenannten Ra-dikalfängern, wird verhindert, dass die freien Radikale die Oberhand gewinnen. Auf diese Weise kann der oxitative Stress im Körper stark reduziert und somit Verletzungen vorgebeugt werden.

Vitamine

Eine besondere Rolle nimmt das gepufferte Vitamin C (Calciumascorbat) ein. Gepuffertes Vitamin C erhöht zum einen die Festigkeit des Haltemechanismus für Sehnen, Bänder, Muskulatur, Knochenansatzbereiche und Gelenkkapseln. Zum anderen vermindert es in seiner Eigenschaft als Radikalfänger den oxitativen Stress. Außerdem stärkt es direkt unser Immunsystem und ist somit besonders in Zeiten von erhöhter Infektanfälligkeit und vor Wettkämpfen wichtig.

Der Nachteil des gewöhnlichen Vitamin C liegt darin, dass es sauer reagiert, was die ohnehin schon saure Stofwechsellage bei Sportlern zusätzlich belastet

Neben dem Vitamin C spielt aber auch das Vitamin E eine wichtige Rolle. Beide unterstützen sich gegenseitig in ihrer Wirkung. Das Vitamin E senkt die Gefahr von Muskelschädigungen durch extreme Ausdauerleistungen. Damit das Vitamin E aber seine volle Wirkung erzielen kann sollte es schon 3-4 Wochen vorher im Training eingenommen werden, z.B. 4 Wochen vor einem Marathon.

Mineralstoffe & Spurenelemnte

Das Multitalent unter den Mineralien ist das Magnesium. Es ist für die Aktivierung nahezu aller Enzyme, die im Energiestofwechsel Bedeutung haben verantwortlich. Darüber hinaus ist Magnesium an der Aufrechterhaltung der Zellmembraneigenschaften beteiligt und spielt eine große Rolle für das neuromuskuläre System, d.h. bei der Erregungsübertragung vom Nerv auf den Muskel und der Muskelkontraktion. Deshalb kommt es bei Magnesiummangel zu Muskelkrämpfen. Weil der Körper Magnesium durch den Schweiß ausscheidet (die Magnesiumkonzentration kann im Schweiß bis zu fünfach höher liegen als im Blut) haben vorallem Sportler einen erhöhten Magnesiumbedarf.

Für die Bildung von roten Blutkörperchen die für den Sauerstofftransport zuständig sind ist Eisen das wichtigste Mineral. Ein Eisenmangel hat somit eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit zur Folge. Es wurde gezeigt, dass es bei Ausdauersportlern zu einer vorzeitigen Zerstörung der roten Blutkörperchen (durch erhöhte Körpertemperatur, Druck in den Gefäßen durch Muskulatur Übersäuerung) und damit zu einer erhöhten Eisenausscheidung im Urin kommt. Deshalb haben vorallem Sportler einen erhöhten Eisenbedarf.

Mit der sportlichen Leistung steigt auch der Verbrauch an Kupfer und Zink stark an. Kupfer ist wichtig für unser Immunsystem und den Bindegewebestoffwechsel. Zink leistet im Eiweißstoffwechsel und im Immunsystem wichtige Aufgaben. Zink leistet aber noch mehr die zentrale Schlüsselreaktion zur Entsäuerung des Organismus ist zinkabhängig, deshalb ist Zink das wichtigste Mineral zur Entsäuerung

Aminosüurenkonzentrate

Vor allem freie Aminosäurenrezepturen haben eine große Bedeutung für die Förderung der geistigen und köperlichen Leistungsfähigkeit. Auch Ausdauersportler profitieren von der Zufuhr freier Aminosäuren. Aus ihnen werden Eiweißstrukturen, Muskelgewebe, Hormone und körpereigene Antioxitantien (Radikalfanger) gebildet. Diese Aufbauarbeit benötigt etwa 24 Stunden, daher sollten Aminosäuren ein bis zwei Tage vor dem wichtigen Wettkampf gegeben werden

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